Papst Benedikt XVI. im Dialog mit Künstlern. Zur pastoralen Bedeutung des Künstlertreffens in der Sixtinischen Kapelle am 21. November 2009 im Kontext der modernen Kirchengeschichte

Inhalt: I. Einleitung. II. Brüche im modernen Verhältnis von Kunst und Kirche. III. Pastoraler Dialog Pauls VI. mit Künstlern nach dem Zweiten Vatikanum. IV. Weiterführung der nachkonziliaren Künstlerpastoral durch Johannes Paul II. V. Förderung des interkulturellen Dialogs durch Benedikt XVI. VI. Innere Schönheit der Wahrheit (Rimini 2002). VII. Authentische Schönheit als Weg zum Transzendenten, zu Gott (Sixtinische Kapelle 2009). VIII. Nötige Kontinuität für das Verhältnis von Kunst und Kirche.

Die Begegnung Papst Benedikts XVI. mit Künstlern 2009 war kein pastoraler Neuanfang der Kirche, sondern knüpfte an das nachkonziliare Reformwerk an. Angesichts der Spannungen zwischen Kirche und Kunst im 20. Jahrhundert wünschte das Zweite Vatikanische Konzil eine gegenseitige Öffnung. Im Dialog mit Künstlern leitete Paul VI. eine pastorale Wende ein, die Johannes Paul II. fortsetzte. Beim Künstlertreffen 2009 in der Sixtinischen Kapelle betonte Benedikt XVI. den Einklang zwischen Kunst und Glaube bzw. Ästhetik und Ethik. Der Vatikan wird auf der Biennale 2013 erneut Dialogbereitschaft signalisieren.

Pope Benedict XVI’s meeting with artists in 2009 was not a new beginning in the Church’s pastoral care. Rather, it continued the postconciliar reforms. Aware of the tensions between the Church and artists that marked the 20th century, the Second Vatican Council sought a mutual openness. Paul VI initiated the dialogue with artists, later continued by John Paul II. When Benedict XVI met with artists at the Sistine Chapel in 2009, he stressed the harmony between art and faith as well as between aesthetics and ethics. The Vatican will express its openness for dialogue once again at the Venice Biennale in 2013.

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